Unter dem Titel “Acoustic Instructions” werden Zeichnungen gezeigt, die als Anleitungen für akustische Performances dienen. Gefundene technische Zeichnungen und Architekturpläne wurden mit Handlungsanweisungen für Menschen oder Objekte überzeichnet. So entstehen Überlagerungen aus technischer Präzision und der Ästhetik des Poetischen. Auditive und taktile Erinnerungen aus dem Alltag – von Berührung und der Resonanz des Berührten – werden in den Performances erforscht. Diese Ausstellung ist in die Sammlung der Artificialia der WUNDERKAMMER – NATURALIA I ARTIFICIALIA eingebettet.
Soft Power: Neighbours (Instruction), Zeichnung auf technischer Zeichnung, 2020
glatt, glatt, glatt (Instruction), Zeichnung auf technischer Zeichnung, 2020
Tickle, Tingle, Titilate, Zeichnung auf technischer Zeichnung
Crying Brick Fountain, Zeichnung auf technischer Zeichnung
Soft Power: Neighbours besteht aus gebrauchten Teppichen, Metall, Holz, Motoren, Klang und Mikrocontrollern. Einige der 70 Teppichrollen werden von Motoren angetrieben. Der Druck der umliegenden Rollen bringt auch die anderen Rollen zum Drehen. Die Rotationsgeschwindigkeit hängt von der Nähe, Stabilität und Bewegung der benachbarten Rollen ab. Die Reibung der verschiedenen Materialien erzeugt unterschiedliche Klänge, Lautstärken und Rhythmen. Die gebrauchten Teppiche stammen aus dutzenden Haushalten der Nachbarschaft von Lisa Premke in Berlin – Alltagsobjekte mit unterschiedlichen Texturen, Mustern und kulturellen Kontexten.
glatt, glatt, glatt besteht aus Angelschnüren, Metall, Motoren, Filz, Klang und einem Mikrocontroller. Nylonschnüre unterschiedlicher Stärke sind auf Metallrahmen gespannt. Mithilfe eines kleinen Motors rotiert ein
Schilfrohr über die gesamte Rückseite des Rahmens und zupft dabei die Saiten. Der entstehende Klang variiert je nach Objekt – abhängig von der Dicke der Schnüre, ihrer Anordnung und der Geschwindigkeit des Motors.
Die Arbeit ist Teil einer Recherche über das Phänomen, dass industriell gefertigte Alltagsobjekte zunehmend personalisiert und identitätsstiftend sein sollen – und gleichzeitig paradoxerweise einem Bedürfnis nach glatten, faltenfreien, glänzenden und makellosen Oberflächen entsprechen müssen.
Tickle, Tingle, Titilate besteht aus Gummihandschuhen, Fotografien, Metall, Motor, Klang und Mikrocontroller. Verschiedene bewegte Skulpturen und Fotografien von besonderen Handschuhen. Diese berühren wiederholt Oberflächen – mal sanft wie Streicheln, mal grob, und die Klänge ändern sich entsprechend.



















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@lisa.premke
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